Herkömmliche effiziente Aufbereitungsverfahren in der Abwassserbehandlung und -entsorgung sind kostenintensiv und nicht effektiv genug.

Daß die Erzeugung eines Wirtschaftsgutes (z.B. in der Galvanik) bzw. die Reduzierung der Abwasservolumen bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt möglich sind, zeigen die Schell-Vaku- umverdampfer für die Abwasseraufbereitung.

Der Einsatz eines Vakuumverdampfers ist ein Vorteil für die Umwelt und in der Praxis mit einer Reduzierung der derzeitigen bzw. zu erwartenden Entsorgungskosten der Rückstände verbunden.

Die Vakuumverdampfungstechnik ist ein Verfahren, welches schon seit Jahrzehnten von der chemi- schen Industrie verwendet wird.

Die herkömmlichen Destilliersysteme machen je-

 

doch äußerst komplexe Installationen und sehr hohe Energiekosten erforderlich, weshalb sich das Ver- dampfungsverfahren in den meisten Fällen nicht auszahlen würde.

Sogenannte Brüdenverdichter dagegen sind gezwungen, mit höheren Temperaturen zu arbeiten. Dadurch sind Korrosionen und Verkrustungen der Wärmetauscher vorprogrammiert, wenn keine, mit Kosten verbundene Vorbehandlung durchgeführt wird.

Der Aufbau der ECOPRIMA-Vakuumverdampfer basiert auf der bewährten Technik der Wärmepumpe in Kombination von Vakuum mit einer innovativen Geometrie des Siede- und Konzentrationsbereichs, die eine noch sanftere Destillation, eine höhere Ausbeutung von Wasser, einen höheren Aufkonzen- trierungsgrad und einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch gegenüber anderen Fabrikaten zur Folge hat.



Wie bekannt, siedet Wasser bei ca. 100°C; je kleiner der Umgebungsdruck, desto früher kann das Wasser sieden und verdampfen, weil der Widerstand der Luft entfällt. Bei einem Vakuum (Restdruck) von ca. 40 mbar beträgt der Siedepunkt von Wasser nur mehr ca. 30°C.

Die Siedetemperatur spielt eine wichtige Rolle in der Chemie; je niedriger sie ist , desto geringer ist die Gefahr der Zersetzung vieler Produkte. Gleichzeitig bleibt der Verkrustungseffekt sehr in Grenzen.

Eine robuste Wasserstrahlpumpe (7) zusammen mit einem Venturi-Injektor (5) sorgen für den Vakuumaufbau.

Eine integrierte Wärmepumpe (1) (Kompressor und Kältemittel) ist für die Produktion der notwendigen Wärme und Kälte verantwortlich.

Der Kompressor (1) komprimiert ein Gasgemisch (Kältemittel). Durch die Kompression erwärmt sich das Kältemittel und erreicht eine Temperatur von ca. 70°C.

Das so verdichtete Gas wird in eine Serpentine bzw. den Heizmantel der Siedekammer (2) gepumpt.

Diese Serpentine hat die Funktion eines Wärme- tauschers. Da sie in die zu konzentrierende Flüs- sigkeit getaucht ist, gibt sie fast die gesamte Wärme des verdichteten Gases an die Lösung ab.

Die Lösung (Schmutzwasser) in der Siedekammer (2) beginnt bei Erreichen der festgesetzten Tempe- ratur und des Vakuums zu kochen. An dieser Stelle haben wir den ersten Destillationseffekt - Wasser vom flüssigen zum dampfförmigen Zustand.

Nach fast vollständiger Abgabe der Wärme in der Siedekammer muß das Kältemittel noch weiter gekühlt werden; Diese Aufgabe übernimmt der luft- bzw. wassergekühlte Wärmetauscher (8).

Das Kältemittel wird nach Abgabe seiner Rest-

 

wärme in die Serpentine der Kondensationskammer (3) befördert und durch ein Expansionsventil im Inneren der Kühlserpentine verdampft.

Die Ausdehnung (Verdampfung) des Kältemittels „produziert“ aufgrund des umgekehrten Verdich- tungseffektes, Kälte.

Der Wasserdampf, der sich in der Siedekammer gebildet hat, bewegt sich jetzt in dem kalten Bereich der Kondensationskammer (3) und bei Berührung der kalten Serpentinenoberfläche kondensiert er und verflüssigt sich.

Vom Boden der Kondensationskammer (3) wird die Flüssigkeit von der Venturidüse (5) (Vakuumkreis- lauf) angesaugt und in den Destillatbehälter (4) befördert.

Der Vakuumkreislauf findet im Destillatbehälter (4) statt und hat die zweifache Aufgabe, im Inneren der Siedekammer ein Vakuum von ca. 30-40 mbar Restdruck und gleichzeitig einen Druck von ca. 0,2 bar im Inneren des Destillatbehälters (4) zu erzeugen, um den Austritt des rückgewonnenen Destillats ohne den Einsatz einer weiteren Pumpe zu ermöglichen.

Dieses Destillat wird entweder in den Prozess zu- rückgeführt oder nach einer Endkontrolle in die Kanalisation abgeleitet.

Über  Zeit- oder Dichtemessung wird der Konzentra- tionsgrad der Rückstände in der Siedekammer festgestellt. Nach Prozessablauf ist es möglich das Konzentrat automatisch durch eine Konzentratpum- pe (6) oder manuell durch einen Auslaufhahn oder einer Bodenklappe aus der Maschine zu entfernen.

Dieses Konzentrat wird entweder in den Prozess zurückgeführt oder extern entsorgt.

Der Kältemittelkompressor (1) und sein Kreislauf ist geschlossen und selbstschmierend. Seine Lebens- dauer entspricht der einer normalen Klimaanlage oder Kühlschrank oder, aufgrund des seltenen Ein- und Ausschaltens, noch länger.